Der Google Reader wird eingestellt – wie geht es weiter?

Heute wurde verkündet, daß der Google News Reader eine 2. Chance bekommt – als Aprilscherz. Denn der News Reader wird nach wie vor zum 1. Juli 2013 abgeschaltet, weil sich die Erwartungen von Google nicht erfüllt haben. Es ist also Zeit, sich nach Alternativen umzusehen: Feedly ist eine schicke Alternative zum alten Reader.

RSS-Screenshot

Was ist überhaupt ein Newsreader ?

Mit einem derartigen Leseprogramm kann jeder Nutzer Webseiten abonnieren und sich die Ergebnisse in einer Übersicht gesammelt anzeigen lassen. Wenn auf einer der bestellten Seiten, zum Beispiel auf der Website von www.bild.de oder www.spiegel.de, neue Beiträge publiziert werden, erscheinen diese automatisch im News Reader. Diese Liste mit mit Aktualisierungen wird Feed genannt. Anhand dieser Feeds erfahrt ihr, wenn neuer Content veröffentlicht wurde. Diese Liste kann man sich auch per Mail zusenden lassen.

Mit einem Newsreader kann sich so jeder Nutzer eine personalisierte Zeitung aus seinen Wunschmedien und nach bestimmten Themen und Schlagwörtern zusammenstellen, ohne das er diese Seiten einzeln aufsuchen muß. Eine übersichtliche Online-Zeitung dann ist das Resulat. Einzige Voraussetzung für den Google Reader war bzw. ist es bis Ende Juni noch, ein Google-Konto zu besitzen.

Ansicht_RSS_Reader

Feedly – der News-Reader im Aufwind

Für die meisten Netznutzer ist Facebook oder Twitter kein geeigneter Ersatz, um Newsfeeds zu abonnieren, weil zentrale Dienste wie das Suchen nach Schlagworten oder Artikeln dort nicht möglich sind. Deswegen muß ein neuer Newsreader als echte Alternative her. Hier scheint Feedly das Rennen zu machen.

Allein 48 Stunden nach der Bekanntgabe des Google Reader – Closedowns sind bereits mehr als 500.000 Nutzer auf Feedly umgestiegen. Feedly reagierte schnell, vervielfältigte seine Server-Kapazitäten und gab Ende März gleich noch 10 Neuerungen bekannt, die Verwaltung und Optik verbessern sollen.

feedly_startscreen

Feedly ist schick und elegant aufgemacht, relativ einfach zu bedienen und mehr als nur ein News-Leseprogramm: die Optik der Startseite erscheint im ansprechenden Magazin-Layout mit großen Fotos. Die Feeds sind angelehnt an Ihre Offline-Vorbilder modern und (wahlweise) großzügig dargestellt. Möglich ist die Darstellung von Anrisstexten, aber auch die konventionelle Ansicht mit den übereinander gestapelten Überschriften wie im Google Reader. Feedly kann ebenfalls beim Scrollen angezeigte Beiträge automatisch als gelesen markieren.

Der Export der Google Reader Abos funktioniert sehr einfach mit der Registrierung bei Feedly. Vorteile von Feedly sind, daß der Dienst kostenlos ist und man keinen Webspace braucht. Unsicherheiten gibt es noch, ob das Geschäftsmodell tragfähig ist. Am heutigen Tag wird auf der Magazin-Ansicht jedenfalls bereits Werbung eingeblendet.

feedly_beispielseite

Haben Sie Interesse an Infos zu weiteren Newsreadern -> Dann hier klicken.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Feedly gemacht? Seit ihr damit zufrieden?

 

 

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